Hypnose & Psychotherapie

  • Meine Arbeitsweise

    Wie arbeite ich mit Hypnose?
    Ich arbeite psychotherapeutisch mit unterschiedlichen Methoden, mein Schwerpunkt liegt in der auflösenden Hypnosetherapie, d.h. Probleme aufdecken und auflösen, dadurch können Situationen anschließend neu bewertet werden. Mit dieser Methode können negative Emotionen, Gefühle und Blockaden effektiv und nachhaltig aufgelöst werden. Dabei arbeite ich ursachen- und zielorientiert.

    In der Hypnose fühlen Menschen wesentlich mehr und denken viel weniger. Der Verstand tritt sozusagen in den Hintergrund. Dadurch ist die Veränderungsbereitschaft in der Hypnose viel größer als im Wachzustand, auch der Zugang zu Gefühlen ist deutlich intensiver.

    In der auflösenden Hypnose ist es gewollt, intensive positive wie negative Gefühle zu spüren. Der Hypnotisand kann durch eine Abreaktion (Zulassung von Gefühlen, weinen, Anspannung u.a.) seine negativen Gefühle, Emotionen und Blockaden nachhaltig verarbeiten. Jeder Mensch hat einen Belastungspuffer, wenn er voll ist, dann läuft er über. Nach der Hypnose wird vermutlich Ihr Puffer wieder viel Platz haben und Sie sind dadurch wieder stärker und belastbarer.

    Die schönen Gefühle werden intensiviert und können in der Hypnose immer wieder abgerufen und ausgelöst werden.

    Durch die Aufarbeitung von negativen Gefühlen und Emotionen kann ein innerer Heilungsprozess entstehen, dazu gehört auch die erhöhte Wahrnehmung von positiven Gefühlen, innerer Ressourcen und die Eigenwahrnehmung.

    Auch wenn Sie bereits über ein negatives Ereignis oder Geschehen schon viel geweint oder gesprochen haben, kann es durchaus möglich sein, dass Sie das negative Gefühl dazu noch nicht verarbeitet haben. Eine Abreaktion (z.B. weinen, reden) im Wachzustand hat nicht denselben auflösenden Effekt wie in der Trance.

    Unverarbeitete Gefühle können uns lebenslang belasten, weil diese besonders gut im Emotionsgedächtnis abgespeichert werden. Wichtig ist, diese in der Trance nochmals wahrzunehmen, um sie dann verarbeiten zu können.

    In meiner Praxis haben Sie den Raum und die Zeit, sich Ihren Gefühlen zu stellen. Hier darf alles sein, hier dürfen Sie alles spüren. Belasten Sie sich nicht weiter mit unverarbeiteten Gefühlen, in meiner Praxis können wir gemeinsam versuchen, diese aufzulösen.
  • Lebenskrisen

    Krisen und Veränderungen sind unvermeidbar im Leben. Oftmals werfen Sie uns völlig aus der Bahn. Wir sind hilflos, überfordert, völlig unvorbereitet und wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Eine Lebenskrise kann Auswirkungen auf unser Denken, Verhalten und insbesondere auf unser Gefühlsleben haben.

    In meiner Praxis können wir gemeinsam Ihre Lebenskrise oder unangenehme Veränderungen "beleuchten" und mit der auflösenden Hypnose die negativen Gefühle aufarbeiten, abreagieren und auflösen.

    Krisen und Veränderungen können auch die Chance in sich bergen, uns weiterzuentwickeln!
  • Selbstwert

    Der größte Wert den wir erschaffen können ist der Selbstwert!
    Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat.

    Ein intaktes Selbstwertgefühl ist davon abhängig, welches Gefühl uns von unseren Eltern während der Kindheit entgegen gebracht wurde. Auch spätere Erlebnisse und Ereignisse haben einen Einfluß auf unser Selbstbild.

    Wir können uns Selbstwertschätzung nicht einreden oder herbeiwünschen, denn der Verstand hat leider keinerlei Einfluss darauf. Ist das Selbstwertgefühl gesund, mögen wir uns selbst innerlich. Ist es nicht intakt, dann fällt es uns schwer, uns selbst oder andere zu lieben. Nein zu sagen, anderen Grenzen zu setzen, eigene Erfolge und Leistungen anzuerkennen. Hat jemand zu sich selbst kein positives Gefühl, sondern ein eher negatives, dann kann dieser Mensch das Gute nicht annehmen, weil es widersprüchlich zu seiner eigenen gefühlten Wahrnehmung ist.

    Bei Selbstwertproblemen werden zuerst die belastenden und den Selbstwert mindernden Gefühle aufgelöst. Dieses stellt den Kern der Behandlung mit Hypnose dar und kann einige Sitzungen in Anspruch nehmen. Wie lange man exakt benötigt, ist davon abhängig, wie viele Lebensereignisse und Gefühle bei dem Einzelnen zu bearbeiten sind.
  • Ängste / Phobien

    Übermäßige Angst wirkt sich im Regelfall sehr negativ auf die Lebensqualität des Betroffenen aus.

    Darum geht es hier, um die Angst, die Sie am Leben hindert!
    Angststörungen verursachen häufig massive körperliche und psychische Beschwerden und hohen Leidensdruck.
    Angst kann Menschen belasten und sogar psychisch ruinieren. Sie ist aber wegen ihrer Warnfunktion oft lebensrettend. Angst überkommt den Menschen meist unfreiwillig und unkontrolliert. Eine Ausnahme ist die Angst als Lust, der sich Menschen freiwillig aussetzen, sei es auf der Achterbahn oder beim Schauen eines Horrorfilms.

    Das Angst-Gefühl ist allerdings immer dasselbe, auch wenn es verschiedene Auslöser (Sinnesreize, Bereiche, Situationen) dafür gibt! Das Ziel der Hypnosebehandlung bei Ängsten ist immer die Normalreaktion - Ängste, die über das Normalmaß hinausgehen werden beseitigt. Die normale, gesunde Angstreaktion bleibt jedoch stets unberührt. Leiden Sie beispielweise an einer Hundephobie, sollten Sie nach der Behandlung in der Lage sein, Hunden generell angstfrei zu begegnen. Wenn allerdings ein zähnefletschener Hund vor Ihnen steht, werden Sie auch nach erfolgreicher Hypnosebehandlung genügend Normalreaktion zeigen und entsprechend reagieren.

    Ziel der Hypnosebehandlung ist, das Vermeidungsverhalten durch Angstkonfrontation in der Hypnose zu unterbrechen. In der Trance nähert man sich ganz behutsam Schritt für Schritt dem Angstgefühl. So lange Sie vor der Angst weglaufen oder alles vermeiden, behält die Angst die Oberhand! Nur mit einer Konfrontation können Sie die Angst dauerhaft entmachten.

    Durch Hypnose ist es möglich, die Ängste deutlich zu lindern und in vielen Fällen auch nachhaltig aufzulösen. Gewinnen Sie wieder die Oberhand!
  • Depression

    Depressionen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzen Erkrankungen. Sie ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Jeder kann davon betroffen sein, vom Manager, über den Erwerbslosen, Frauen, wie Männer, genauso Kinder oder ältere Menschen.

    Alarmierende Zahlen zeigen, wie verbreitet Depressionen bei uns sind. Die Erkrankung ist trotz einer hohen Anzahl von Betroffenen noch immer ein Tabuthema. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt. Schwierig wird das Erkennen einer Depression vor allem, weil etwa zwei Drittel der Erkrankten nicht wegen psychischer Symptome zum Arzt gehen, sondern aufgrund körperlicher Beschwerden. Zu den häufigsten körperlichen Symptomen zählen Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen, Schwindel, Magenprobleme und Schlafstörungen.

    Auslöser für Depressionen können Lebensereignisse sein, die stark negative Gefühle, insbesondere Traurigkeit, ausgelöst haben und die nicht adäquat verarbeitet wurden. Die meisten Depressionen nehmen ihren Anfang in der Kindheit, kommen aber erst im Erwachsenenalter zum Vorschein.

    Das Kernelement in meiner Hypnosebehandlung ist die Verarbeitung von Trauergefühlen.

    Bei einer leichten bis mittleren Depression kann ich Sie unterstützen. Schwere Depressionen sind mit Hypnosetherapie nicht zu behandeln. Ebenso bei gleichzeitiger Abhängigkeit von Alkohol und Drogen. Diese Problematik muss in spezialisierten Suchtkliniken behandelt werden.

    Auch sind die Einnahmen von Antidepressiva bedingt erschwerend und Neuroleptika ungeeignet für die Hypnosetherapie.
  • Burnout

    Zu einem Burnout kann es durch Überlastung/Stress zum Beispiel bei der Arbeit kommen. Die Überlastung kann eine mehrjährige Vorgeschichte haben oder genauso gut innerhalb von wenigen Monaten entstanden sein.

    Selbstwertprobleme und Ängste sowie belastende Gefühle, die sich in früheren Lebensphasen angesammelt haben, bilden in Zusammenspiel mit hoher Arbeitsbelastung die Grundlagen für die Entstehung eines Burnouts.

    Die ersten Anzeichen eines Burnout sind meistens Schlafstörungen. Auch das Gefühl nicht mehr richtig abschalten zu können, wird von den Betroffenen häufig beschrieben. Im Weiteren Verlauf ähneln sich die Symptome stark mit denen einer Depression, wie beispielsweise Konzentrationsstörungen und Antriebslosigkeit.

    Werden die Betroffenen nicht rechtzeitig entlastet, durch eine längere Krankschreibung und psychotherapeutischer Behandlung, kann es zum späteren Zeitpunkt zum Ausbruch von massiven Angststörungen und schweren Depressionen kommen.
  • Trauer

    Wir trauern um jemanden oder um etwas und empfinden großen seelischen Schmerz. Trauern ist mit dem Prozess des Loslassens innig verbunden. Die Notwendigkeit des Loslassens von Liebgewonnenem und Schmerzlichem birgt immer wieder auch ein Gefühl der Trauer in sich. Emotionales Trauern nach Todesfällen oder Trennungen ist ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses.

    Unser menschliches Leben ist vom Loslassen geprägt, nicht nur Menschen oder Tiere verlieren wir, sondern auch Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen. Durch Alter und Krankheiten können wir körperliche und geistige Fähigkeiten verlieren, die uns vorher selbstverständlich erschienen. Genauso können wir Lebensqualität und Freude, Sinn und Zuversicht verlieren.

    In der Kindheit nicht ausgelebte Trauer oder verdrängte Trauer kann im späteren Leben unerwünschte Symptome verursachen.

    Das häufigste Gefühl, das den Prozess des Loslassens begleitet, ist das Trauern. Auch andere Gefühle können auftreten: Angst, Erleichterung, sogar Freude. Manchmal folgt die Trauer dem Loslassen, manchmal steht die Trauer am Anfang und Sie wissen gar nicht, warum Sie traurig sind. Wenn Sie dem nachgehen, wird Ihnen vielleicht deutlich, dass Sie vor einer Entscheidung stehen, Etwas oder eine andere Person loszulassen. Besonders bei plötzlichen Verlusten kann Trauer Menschen für lange Zeit aus der Bahn werfen. Jeder trauert anders, es ist jedoch wichtig die Trauer in all ihren Facetten anzunehmen, zu akzeptieren und diese zu durchleben, wie immer sie sein möge.

    Wir haben mehrere Möglichkeiten der Therapie, je nachdem was Sie benötigen. Das Therapiegespräch, die Hypnose oder auch Klangmassage können sehr hilfreich sein. Bei der Klangmassage habe ich mit der großen Fußschale, in die man sich hineinstellt, sehr gute Erfahrungen gemacht, z.B. konnten einige Klienten hier zum ersten mal nach langer Zeit wieder lachen und es fühlte sich sehr befreiend und erleichternd für sie an.
  • Gewichtsreduktion

    Die entscheidene Frage ist nicht was Sie essen? Sondern warum Sie essen oder essen müssen?
    Übergewicht stellt mittlerweile eine Volkskrankheit dar. Es sind auch sehr viele Kinder und Jugendliche betroffen. Wer durch reichliche Mahlzeiten mehr Energie aufnimmt, als sein Stoffwechsel verbrennt, setzt Fettpolster an.

    Die Ursachen für Übergewicht sind vielfältig, auch Angststörungen, Depressionen, Trauer, mangelndes Selbstwertgefühl und Wechseljahre können das Übergewicht mitbedingen.

    In der auflösenden Hypnose steht das Thema Essen im Hintergrund, Ziel ist vielmehr die Auflösung emotionaler Ursachen, um dadurch eine Gewichtsreduzierung zu erzielen. Emotionale Ursachen können  sein: Einsamkeit, nicht alleine sein können, Kummer (geläufig auch Kummerspeck), Ängste u.v.a.. Übermässiges Gewicht dient oft als Schutzpanzer oder man möchte sich hinter seinem Gewicht "verstecken". Ursachen können auch in der Kindheit entstanden sein, es gibt unzählige Aspekte. Die meisten Klienten sind sich durchaus bewusst, dass sie sich ungesund ernähren, sich zu wenig bewegen und viel zu oft nach den Süßigkeiten oder Knabbersachen greifen. Sie haben unzählige Diäten durch und meist danach viel mehr "drauf" als zuvor! Der Verstand weißt das alles, aber das Gefühl?
  • Wechseljahre

    Wechseljahre sind keine Krankheit, trotzdem sind Frauen in dieser Lebensphase oftmals besonders stark von Symptomen betroffen.
    Der Abschied von der Fruchtbarkeit bringt hormonelle Wechselbäder mit sich, die körperlich: durch Hitzewallungen, Hautjucken und Schweißausbrüchen, und seelisch: durch depressive Stimmungen, Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit zu schaffen machen. Hinzu kommen oft Gewichtszunahmen und sexuelle Unlust.

    Die Hypnotherapie kann hier einiges bewirken. Sie unterstützt Sie nicht nur gegen die lästigen Symptome, sondern auch auf der seelischen Ebene. Die innere Balance und Zufriedenheit, sowie eine positivere Lebenseinstellung und Lebensfreude können wieder zurück in Ihr Leben kehren.

    Hitzewallung

    Studien über erfolgreiche Behandlung bei Hitzewallungen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23435026

    Warum Hypnose die Hitzewallungen reduziert, ist noch nicht deutlich. Die Wissenschaftler der »Indiana University« und der »University of Texas« vermuten, dass Hypnose die Funktion des parasympathischen Nervensystems verbessert.

    Dieser Teil des vegetativen Nervensystems, der Parasympathikus, wird auch als »Ruhenerv« bezeichnet und kann nicht willentlich gesteuert werden. Er sorgt für Ruhe und Entspannung und formt den Gegenspieler zum Sympathikus, der für das »Angriffs- oder Fluchtverhalten« und somit für Leistungssteigerung und Aktivität verantwortlich ist und beispielsweise auch für körperliche Reaktionen während der Hitzewallungen wie Schwitzen und beschleunigter Herzschlag.

    Schauen Sie bitte auch auf meine anderen Seiten vorbei, es gibt eine Vielzahl von ätherischen Ölen, die sehr hilfreich und unterstützend bei den Wechseljahren sind. Ebenso wichtig und hilfreich ist Entspannung, da kann eine Klangmassage sehr viel bewirken.

Hypnosetherapie

Das griechische Wort ”Hypnos” heißt zu Deutsch Schlaf. Trotzdem handelt es sich bei der Hypnose nicht wirklich um Schlaf. Hypnose ist vielmehr ähnlich dem Zustand zwischen dem Schlaf- und dem Wachbewusstsein, in dem sich jeder Mensch abends beim Einschlafen oder morgens beim Aufwachen befindet.
Hypnose ist eine wissenschaftlich anerkannte, hoch effektive Psychotherapiemethode, Hypnose ist keine Zauberei, nichts Mystisches, es ist ein natürlicher Geisteszustand. Im hypnotischen Zustand ist die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet, die äußere Realität tritt in den Hintergrund. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein sehr offen für Veränderungen. Da unser Unterbewusstsein ca. 90 bis 95 Prozent unseres Verhaltens steuert, bedeutet dass, das in Hypnose auch grundsätzliche Verhaltensmuster geändert werden können, genauso wie nicht verarbeitete Gefühle und Emotionen.

Jeder Mensch kann, wenn er es möchte, in einen hypnotischen Zustand versetzt werden, Voraussetzung ist „nur“ seine aktive Bereitschaft.

In der Antike und im Mittelalter mag Hypnose tatsächlich wie Zauberei ausgesehen habe. Heute gibt es einfache wissenschaftliche Erklärungen für das, was sich während der Hypnose in unserem Gehirn abspielt. So haben z. B. Untersuchungen mit einem Hirnscanner (funktionelle Magnetresonanztomografie) gezeigt, dass während einer Hypnose das Gehirn in die Lage versetzt wird, sich selbst besser zu „beobachten“, da Außenreize abgeschaltet werden.

Weitere Studien zeigen, dass unser „emotionales Bewertungssystem“ (die im limbischen System gespeicherten Erinnerungen) während einer Hypnose ebenfalls für Neubewertungen zugänglicher ist. Wie empfänglich unser Gehirn für positive Suggestion ist, lässt sich auch an einem anderen Beispiel zeigen: dem Placebo-Effekt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Placebos (Scheinarzneimitteln, die keine Arzneistoffe enthalten) in teilweise bis zu 80 oder 90 Prozent der Fälle zu deutlichen Verbesserungen von Symptomen oder Schmerzfreiheit führen konnten.

Der Mythos, dass Sie in Hypnose willenlos sind, hat sich durch die wissenschaftlich durchgeführten Untersuchungen der letzten vierzig Jahre gründlich widerlegen lassen. Kein Hypnotiseur kann Sie veranlassen, etwas zu tun, was gegen Ihre Natur, oder Ihre moralischen und ethischen Grundsätze geht. Jeder Mensch verfügt über eine Art "inneren Wächter", eine Kontrollinstanz, die sich auch in tiefster Trance nicht ganz abschalten lässt.
Trance
Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit zum Schlaf hat die Hypnose nicht viel mit ihm gemeinsam: Wie der Psychologe Clark Hull von der Yale University schon Anfang der 1930er Jahre feststellte, bewegen sich die Augen unter den geschlossenen Lidern eines Hypnotisierten langsamer als während des REM-Schlafs. Auch ähnelt das Muster der Hirnströme im Elektroenzephalogramm (EEG) keinem derjenigen, die im Schlaf üblicherweise zu registrieren sind. Vielmehr wechseln sich langsame Alphawellen, wie sie beim entspannten Wachsein auftreten, mit den schnelleren, für erhöhte Konzentration typi­schen Betafrequenzen ab. Auch mit dem so genannten Leerlaufmodus des Gehirns ist die Hypnose nicht vergleichbar. In der Trance ist die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Erinnerung oder Vorstellung gerichtet, während die Gedanken in Tagträumen eher ziellos umherschweifen.

Fast jeder hat schon mal tranceähnliche Zustände erlebt, ohne, dass er diese mit Hypnose in Zusammenhang gebracht hat, beispielweise wenn wir ganz „versunken“ einer kreativen Tätigkeit nachgehen und alles andere um uns herum vergessen, tiefversunken ein Buch lesen - und nichts mehr um uns herum wahrnehmen, beim Autofahren – plötzlich sind wir ganz unbemerkt viele Kilometer gefahren, um nur einiges zu nennen.

Bei der medizinischen oder psychotherapeutischen Anwendung wird diese Fähigkeit zur „Alltagstrance“ sehr stark und so gezielt gefördert, dass sie zur Lösung körperlicher und/oder seelischer Probleme eingesetzt werden kann.
Was geschieht im Körper und im Gehirn?
Im Zustand der Hypnose sendet das Gehirn die sogenannten Alphawellen aus (Frequenz zwischen 8 und 14 Hertz). Im Bereich der Delta- und Thetawellen (unter 8 Hz) befinden wir uns im natürlichen Schlaf.

Die Atmung wird ruhiger und der Herzschlag langsamer, der Blutdruck sinkt - der Stoffwechsel wird herabgesetzt. Selbst Stresshormone reduzieren sich und das Immunsystem ist, laut den neusten Forschungsergebnissen, durch die Hypnose gestärkt. Die roten Blutkörperchen und die Blutplättchen vermehren sich - Widerstandkräfte werden angeregt.

Im Gehirn dominiert die rechte Hirnhälfte während der Hypnose, die für Kreativität und Gefühle zuständig ist. Die linke Hirnhälfte, die für logische Aufgaben zuständig ist, zeigt weniger Aktivität. Das Rationale rückt in den Hintergrund und man befindet sich in einem entspannten Wachzustand, da die Hirnwellenmuster sich im Alpha-Wellenbereich befinden.

Die gesamte Wahrnehmung ist verändert während der Hypnose. So können z.B. Operationen und Zahnbehandlungen unter Hypnose durchgeführt werden, ohne dass Schmerzen wahrgenommen werden.
Wie lange gibt es schon Hypnose?
Klinische Hypnose ist ein altes Heilverfahren, das schon den Sumerern und alten Ägyptern bekannt war. In unserem Kulturkreis berichtete schon Augustinus (354-430) von einer Schmerzbehandlung mit Hypnose. Paracelsus (1494-1541) empfahl Hypnosebehandlung vor allem für Nervenerkrankungen. Wissenschaftlich wurde die Hypnose um 1770 von Franz Anton Mesmer wiederentdeckt.

Die Hypnotherapie ist mittlerweile sehr gut erforscht und die Wirksamkeit offiziell anerkannt:

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie hat am 27.3.2006 die Hypnotherapie anerkannt als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des § 11 Psychotherapeutengesetzes.
Wie lange hält Hypnose an?
Ein wichtiges Merkmal ist, wie lange die Wirkung nach einer Psychotherapie anhält. Hier zeigt die Hypnotherapie große Vorteile im Vergleich zu anderen Methoden. Eigentlich ganz klar, da mit der Trancearbeit viel tiefere Schichten des Bewusstseins angesprochen werden und so auch länger anhaltende Veränderungen möglich sind.

Hypnotherapie wirkt in verschiedenen Bereichen, bei psychischen Themen, bei psychisch-körperlichen Themen und auch bei rein körperlichen Themen. Das zeigt auch den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche. Die gegenseitige Beeinflussung ist nicht zu unterschätzen. Der Körper wirkt auf die Psyche, und umgekehrt wirkt auch die Psyche auf den Körper.

Schmerzen sind ein Hinweis des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Dem sollte nachgegangen werden.
Wirksamkeit von Hypnose im Vergleich mit anderen Therapien
Alfred Barrios verglich die Wirksamkeit von Hypnose mit anderen Methoden in seiner Studie zur Wirksamkeit. Die Studie kam zu dem folgenden interessanten Ergebnis:

Psychoanalyse: 38 % der Menschen haben nach 600 Sitzungen eine Lösung erreicht.
Verhaltenstherapie: 72 % der Menschen haben nach 22 Sitzungen eine Lösung erreicht.
Hypnosetherapie: 93 % der Menschen haben nach 6 Sitzungen eine Lösung erreicht.

So verletzlich wie die Flügel der Schmetterlinge, ist auch die Seele des Menschen - daran sollten wir immer denken. 

- Oskar Wilde

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